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Publié le par Aqua Aqua

Sources: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/glossar/feinstaub.html

Feinstaub

Unsichtbarer Abrieb gefährdet die Gesundheit

Unter Feinstaub versteht man kleine Schwebeteilchen in der Luft, die höchstens eine Größe von zehn Mikrometern haben.

Das entspricht etwa einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares. Der Feinstaub in der Außenluft besteht aus Straßenstaub, Dieselrußpartikeln, Industrieemissionen und Autoreifenabrieb. In Innenräumen entsteht er durch Kopierer, Laserdrucker und Zigarettenrauch. Er belastet die Atemwege und Lunge und kann zu Husten, Herzkreislaufstörungen oder Lungenkrebs führen.

Zu den Hauptverursachern von Feinstaub gehören Verbrennungsanlagen zur Energieversorgung (Kraftwerke und Fernheizwerke), Abfallverbrennungsanlagen und die Metall- oder Stahlerzeugungsindustrie. In Ballungsräumen erzeugt vor allem der Verkehr Feinstaub, hauptsächlich die Verbrennung von Diesel. Dazu kommen der Abrieb von Reifen, Bremsen und Kupplungsbelägen sowie der aufgewirbelte Straßenstaub. Schienen- und Luftverkehr sowie die Schifffahrtsmotoren sind weitere Feinstaub-Quellen.

Auch in Innenräumen entsteht Feinstaub, dessen Konzentration sogar um ein Vielfaches höher sein kann als in der Außenluft. Er entsteht durch alle Verbrennungsprozesse - auch bei Kerzen oder Räucherstäbchen - sowie durch Toner in Kopierern und Druckern. Die winzigen Feinstaubteilchen gelangen über Atemwege und Blut direkt in viele Organe, auch ins Herz. Sie verursachen in den Atemwegen lokale Entzündungen und können so die Gesundheit schwerwiegend beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind Husten, Atemnot, Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs und vorzeitige Todesfälle.

Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa 310.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle.

Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für den Feinstaubstandard PM10 (PM, "Particulate Matter") für die Außenluft festlegt: Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern.

Am 1. März 2007 ist in Deutschland die Verordnung für Feinstaub-Plaketten in Kraft getreten, die Autos in vier Schadstoffklassen einteilt. Wenn eine Kommune Fahrverbote in Umweltzonen erlässt, können dort nur Autos mit entsprechenden Plaketten fahren.

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